Redaktionell
Aus der Amazon.de-Redaktion
Soundtrack nennt Apple seinen ersten Wurf in Sachen Musik-Software, nachdem sich es sich den deutschen Spezialisten Emagic einverleibt hat. Der Name wurde gewählt, weil Apple das Programm als Ergänzung zu Multimedia-Anwendungen wie Final Cut Pro, Flash oder DVD Studio Pro versteht: Der Audio-Sequenzer kommt mit 4.000 lizenzfreien AIFF-Loops, die sowohl ambitionierten Einsteiger als auch preisbewussten Profis die Möglichkeit geben sollen, ihre Projekte kostengünstig zu vertonen bzw. sie mit Musik zu hinterlegen, ohne Tantiemen zahlen zu müssen.
Nun, das Programm ist weit mehr: Wenn es um das Handling von Audioclips geht, so steht dem Nutzer hier ein komplettes Aufnahmestudio zur Verfügung, das mit 33 Effekten daherkommt -- darunter so wichtige wie Compressor, Reverb, Limiter oder High- und Low-Pass-Filter. Die mitgeliferten Loops sind bereits katalogisiert und lassen sich nach Tonart, Tempo, Stimmung und Instrumentierung durchsuchen. Mithilfe des mitgelieferten Loop-Dienstprogramms kann man auch seine eigenen Samples taggen und so einfach auffindbar machen.
Die Benutzung des Sequenzers ist denkbar einfach: Die Clips aus dem (vorhörbaren) Dateifenster in die entsprechende Spur ziehen. Bewegt man einen Clip unter die letzte Audiospur, legt Soundtrack automatisch eine neue an. Verlaufskurven für Lautstärke und Stereo-Panorama lassen sich per Mausklick einblenden und kinderleicht editieren, genauso wie die Parameter für eventuell auf eine Spur angewandte Effekte. Exportieren lässt sich das Werk einmal als Ansammlung der einzelnen Spuren, um sie beispielsweise in anderen Sequenzern endgültig abzumischen, oder als finaler Mix. Hierbei stehen Raten von bis zu 24 Bit bzw. 96 kHz zur Verfügung. Wer das Produkt aus der Box heraus installiert hat, tut übrigens gut daran, sich sofort das Update auf 1.2 herunterzuladen: Dann zeigt Soundtrack während des Exportvorgangs auch einen Fortschrittsbalken sowie die verbleibende Zeit an.
Negativ fällt auf, dass sich die Videospur nicht ausblenden lässt, wenn man reine Audioprojekte bearbeiten will. Hier will Apple offenbar den Zusatzgedanken präsentieren, da ja Soundtrack, im aktuellen Final Cut Pro mitgeliefert, nicht in Konkurrenz zu Logic treten soll, das ja von Tochter Emagic für die Musikprofis bereitgehalten wird. Wer mit der Videospur leben kann und keine Midi-Clips braucht, der dürfte mit Soundtrack aber auf jeden Fall glücklich werden. --Robert Arnold
Pro:
- Einfachste Bedienung
- Hervorrangende Soundqualität
- Profi-Effekt-Plugins
Kontra: - Videospur lässt sich nicht ausblenden